Gerolsbach

Angeln am Gerolsbach

Der Gerolsbach gehört zu den Vereinsgewässern des Fischervereins Pfaffenhofen e.V. Hier findest du auf einen Blick, wo du angeln darfst und welche Bestimmungen am Bach gelten.

Wo darf ich angeln? – Strecke & Karte

Strecke Gerolsbach

Strecke Gerolsbach in OpenStreetMap öffnen

Den genauen Streckenverlauf zeigt die interaktive Gewässerkarte. Zwei wichtige Punkte vorab:

  • Saison: Der Gerolsbach ist nur vom 1. Mai bis 30. September befischbar.
  • Schonstrecke: Beim Grundstück Niedermayr ist ein Abschnitt von ca. 100 m gekennzeichnet und vom Angeln ausgenommen.

Fangbestimmungen für den Gerolsbach

Auf einen Blick:

  • Erlaubt ist nur eine Handangel mit Kunstköder – Wurm- und Naturköder sind verboten.
  • Kein Aalfang – das Aalfischen ist im gesamten Gerolsbach ganzjährig verboten.
  • Maximal 2 Salmoniden pro Tag.
  • Krebse: Nur ein Krebsteller erlaubt; entnommen werden dürfen ausschließlich Signalkrebse. Der heimische Flusskrebs ist ganzjährig geschont.

Schonmaße und Schonzeiten der wichtigsten Arten:

  • Bachforelle / Regenbogenforelle: Schonmaß 26 cm, Schonzeit 1. Oktober bis 30. April
  • Äsche: ganzjährig geschont – keine Entnahme
  • Hecht: Schonmaß 60 cm
  • Zander: Schonmaß 50 cm
  • Nase: Schonmaß 30 cm, Schonzeit 1. März bis 30. April
  • Schleie: Schonmaß 26 cm, Schonzeit 1. Mai bis 30. Juni
  • Karpfen: Schonmaß 35 cm

Es gelten zusätzlich vereinsweite Jahres-Stückzahlen, die Fangbuchpflicht und ein allgemeines Anfütterungsverbot. Alle Details findest du in den Gewässer- und Fangbestimmungen 2026 (PDF). Bitte informiere dich vor dem Angeln zusätzlich über aktuelle Streckensperrungen.

Wissenswertes über den Gerolsbach

Die »Kleine Ilm«

Der Gerolsbach, auch »Kleine Ilm« genannt, ist ein rund 20 Kilometer langer Bach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Er entspringt südlich von Junkenhofen in der Gemeinde Gerolsbach, fließt überwiegend in nordöstlicher Richtung durch das hügelige Donau-Isar-Hügelland und mündet südlich der Pfaffenhofener Altstadt von links in die Ilm. Bei nur geringem Gefälle von im Mittel etwa 3 ‰ überwindet er rund 61 Höhenmeter und entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 95 Quadratkilometern. Urkundlich erwähnt wurde der Bach bereits 1340; sein Name geht auf den Personennamen »Gerolt« zurück.

20 Fischarten im Gerolsbach

Wie artenreich der Gerolsbach tatsächlich ist, zeigte eine Bestandsaufnahme, die der Fischerverein im Herbst 2025 gemeinsam mit der Fachberatung für Fischerei des Bezirks durchführte. Allein bei dieser Aktion im Bereich des ehemaligen Skulpturenparks wurden 16 verschiedene Fischarten nachgewiesen. Zusammen mit einer vorausgegangenen Befischung im unteren Bachabschnitt kommt der Gerolsbach auf insgesamt 20 Arten: Aal, Aitel, Äsche, Bachforelle, Barsch, Blaubandbärbling, Bitterling, Brachse, Giebel, Gründling, Güster, Hasel, Hecht, Karpfen, Nase, Regenbogenforelle, Rotfeder, Schleie, Stichling und Zander.

Bachforelle in allen Altersstufen

Besonders erfreulich: Die Bachforelle ist im Gerolsbach in allen Altersstufen vertreten – von wenige Zentimeter kleinen Jungfischen bis zu Exemplaren von über 50 Zentimetern Länge. Das belegt, dass sich die Salmoniden hier eigenständig fortpflanzen, was in der Region selten geworden ist. Möglich macht das die naturnahe Struktur des Baches: Kiesbänke bieten Laichplätze, unterspülte Bäume und tiefe Gumpen dienen als Unterstand und Schutz. Auch der Nachweis des Bitterlings samt Brut ist ein gutes Zeichen, denn dieser ist zur Fortpflanzung auf Muscheln angewiesen – ein Hinweis auf ein intaktes Gewässerökosystem.

Schonende Bestandsaufnahme per Elektrobefischung

Erfasst wurde der Bestand mittels Elektrobefischung. Dabei werden die Fische kurzzeitig betäubt, bestimmt, vermessen und anschließend wieder freigelassen. Nach wenigen Sekunden haben sie sich erholt und ziehen zurück in ihre Verstecke – die schonendste Methode, einen Fischbestand zuverlässig zu erfassen.

Schutz des Gewässers

Ein derart artenreicher Bach mitten im Stadtgebiet ist keine Selbstverständlichkeit. Der Fischerverein setzt sich deshalb für den Erhalt der wertvollen Bachstruktur ein – insbesondere für den Schutz der Kiesbänke als Laichplätze. Im Rahmen des Artenschutzprogramms unterstützt der Verein die natürliche Fortpflanzung der heimischen Fischarten.